Teure Sparsamkeit bei Geschirrspülern
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Mit Öko lässt sich inzwischen auch ganz gut Gewinn machen. Ökoprodukte sind in, auch wenn die tatsächliche Ökobilanz oft nicht so berauschend ist. Der Kunde ist hier auch leicht irritierbar, da er sich meist auf die Versprechen der Hersteller verlassen muss, sofern er nicht das Glück hat, dass das anvisierte Produkt gerade mal kurz vor dem Kaufentschluss in der einschlägigen Fachliteratur getestet wurde. Und selbst dieses Glück ist oft fragwürdig, wenn die Tester völlig andere Berechnungen und Vorgaben ansetzen, als sie im Alltag des potentiellen Kunden zu erwarten sind.
Eco
Wie bei vielen anderen Großgeräten, so wird eine als besonders ökologisch eingestufte Spülmaschine gern mit dem Kürzel Eco ausgestattet. Genau genommen steckt da der Begriff Economy, also Ökonomie hinter, was aber bedeuten soll, dass das Gerät sparsam mit Wasser und Strom umgeht. Damit spart es Geld und entlastet die Umwelt. Was verbirgt sich dahinter? Miele etwa führt den Geschirrspüler G 1022SCi und den G 1224 SCi Eco Comfort im Programm. Der 1022er ist ab rund 700 Euro zu haben, der Eco kostet bereits knapp 1000 Euro. Für den Mehrpreis gibt es allerdings nicht nur die Eco-Technik, sondern auch ein Plus an Komfort und Leistung. Diese Kombination veränderter Geräteeigenschaften erschweren es bei vielen Herstellern dem Kunden, den direkten Öko-Aufschlag herauslesen zu können.
Weniger Wasser und Strom
Bei den beiden genannten Miele-Modellen unterscheiden sich die Verbrauchswerte spürbar. Die Eco braucht bei durchschnittlich 220 Ladungen im Jahr etwa 2200 Liter Wasser. Damit liegt sie um über 650 Liter Wasser unter dem Vergleichswert der 1022er. AEG und Siemens offerieren allerdings bereits für weniger Geld als für die 1022er bessere Verbrauchsdaten: 2640 Liter im Jahr.
Beim Stromverbrauch liegen zahlreiche Modelle zwischen 500 und 1000 Euro mit einem Jahresverbrauch von gut 230 kWh gleich auf.
Rechnet sich nun die sparsamere Maschine?
Absolut gesehen hat ein Ökogerät durchaus Vorteile. Ob auch die Gesamtbilanz überzeugen kann, ist zum Beispiel eine Frage der Häufigkeit der Spülvorgänge und der Betriebszyklen des Geschirrspülers. Wer sich extra für die sparsamere Maschine ein neues Gerät zulegt und die „Alte“ entsorgen lässt, leistet der Umwelt eher einen Bärendienst. Das effektive Ausnutzen des Laderaums ist bei der ökologischen Bewertung oftmals erheblich bedeutsamer als die technisch begründete Sparsamkeit.
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