Geschirrspüler-Technik

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Die technischen Schwerpunkte bei Spülmaschinen liegen zum einen bei den unterschiedlichen Programmen und zum anderen bei den verwendeten Reinigungsmitteln.

Technischer Aufbau

Die Waschleistung der Spülmaschine wird durch mehrere Faktoren bedingt: Zeit, Temperatur, Chemie (Reinigungsmittel) und mechanische Energie. Bei der mechanischen Energie handelt es sich um das unter Druck eingespritzte Wasser. Die Einspritzung übernehmen bei den Standardgeräten rotierende Düsen. Die Spülmaschine beherbergt also eine Art Kessel, in dem, verteilt auf zwei Einschubkörbe, das Geschirr gereinigt wird.

Reinigungsvorgang

Grundsätzlich besteht der Reinigungsvorgang aus den Phasen Einweichen mit Lauge, Spülen und Klarspülen. Je nach Art der Verschmutzungen und Empfindlichkeit des Geschirrs variieren die Programme die Vorgehensweise.

Programme

Bei den Programmen schwört fast jeder Hersteller auf seine eigenen Entwicklungen. Üblich sind drei bis acht Programme bei Temperaturen von 50 bis 75 Grad. Ein kleiner Einblick in die Systematik der Programme deckt die Geheimnisse der Hersteller auf: Da gibt es Normal (meist 65 Grad) Energiesparprogramme, Intensiv, kalt Intensiv, Einweichen, 30 Minuten, Teller wärmen, Kalt-Abspülen, Gläser, Mini, Maxi, Biergläser usw. Die Bedeutungen der unterschiedlichsten Programme sind am besten bei den Herstellern zu erfragen. Die jeweils genutzte Temperatur eines Programms ist auch bei einigen Herstellern unterschiedlich.

Chemische Zusätze

Für den Waschvorgang werden heute meistens ein Spülmaschinenreiniger, ein Klarspüler und Salz verwendet. Für den Reiniger und den Klarspüler ist ebenso ein Fach vorhanden, wie für das Salz (Wasserenthärter). Mittlerweile haben sich als Kombination von Reiniger und Klarspüler so genannte Tabs durchgesetzt, die aus zwei bis fünf Zonen bestehen. Diese Zonen lösen sich erst bei dem jeweiligen Wasch- oder Spülvorgang auf. Tabs haben den Vorteil, dass sie leichter zu handhaben sind und eine direkte Berührung mit dem Produkt weitgehend vermieden wird, sofern diese einzeln verpackt sind. Diese Möglichkeit ist vor allem für Allergiker nicht unbedeutend. Andererseits kann bei Tabs die Menge des Waschmittels nicht variiert werden. Dies funktioniert nur bei Waschmitteln und Klarspülern in pulverisierter oder flüssiger Form. Alternativ gibt es auch Mittel in Gelform.

Wasserenthärter / Regeneriersalz

Wasserenthärter bzw. Salz ist vor allem dann notwendig, wenn hartes Wasser vorliegt. In der Regel findet man in der Anleitung zur Geschirrspülmaschine und auf den Verpackungen der Reiniger bzw. Regeneriersalze Angaben zur notwendigen Salzzugabe. Vorbedingung dazu ist das Wissen um die Härte des vorhandenen Wassers. Informationen darüber erfährt man beim örtlichen Wasserwerk bzw. Wasserlieferanten.

Aquastop

Wie bei der Waschmaschine, so ist auch beim Geschirrspüler der Aquastop Pflicht. Dieser verhindert, dass bei einer eventuellen Undichtigkeit der Maschine bzw. der Zuleitung weiter Wasser nachläuft und damit für größere Schäden an der Einrichtung bzw. der Bausubstanz sorgt.

Timer

Geschirrspülmaschinen brauchen Strom und erzeugen eine zum Teil nicht geringe Lärmbelästigung. Daher kann es durchaus Sinn machen, auf ein Gerät mit Timer-Funktion zu achten. Somit kann die Maschine ggf. zu günstigeren Nachtstromzeiten laufen.

Türverschluss mit Kindersicherung

Bei Frontladern ergeben sich durchaus Gefahren für Kleinkinder. Oft wird das Gerät leicht offen gelassen. Zum Teil hat sich dies eingebürgert, um die Wärme nach einem Waschvorgang aus dem Gerät zu lassen, zum anderen, um bereits von weitem zu signalisieren: Das Gerät ist nicht in Betrieb. Schon allein deshalb empfiehlt sich eine Geschirrspülmaschine, deren Anzeigeelemente den Betriebszustand klar erkennen lassen. Wird die Frontklappe geöffnet, lauern auf Kinder (und ggf. auch für Erwachsene) jene Gefahren, die generell beim Umgang mit Geschirr bestehen sowie das Risiko, sich beim Herausziehen der Körbe durch herablaufendes Wasser die Hände leicht zu verbrühen. Die Temperatur beträgt zwar in der Regel „nur“ bis zu 75 Grad. Doch auch dies kann sehr schmerzhaft sein. Eine andere Gefahr besteht vor allem deshalb, weil das Risiko nur selten besteht und daher oft unterschätzt wird. Es kann immer mal passieren, dass Glas, Steingut oder Porzellan der Materialermüdung nachgeben und brechen. Dann liegen möglicherweise gefährliche Scherben im Gerät, die sich – je nachdem, bei welchem Waschgang der Schaden aufgetreten ist – überall im Innern der Maschine verteilt haben können und ggf. auch beim Öffnen der Fronttür herausfallen. Diese Scherben können dabei nicht nur scharf, sondern auch heiß sein. Wer Kinder hat, sollte daher unbedingt über die Anschaffung eines Geräts mit Kindersicherung gegen unbefugtes Öffnen nachdenken. Nebenbei besteht bei einigen Geräten nach wie vor die Möglichkeit, dass die Fronttür während des Waschvorgangs geöffnet werden kann, was natürlich nicht ungefährlich ist.

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