| Hersteller | Siemens |
| Firmensitz | Siemens AG |
| Website | www.siemens.com |
| Geschäftsfelder | Haushaltsgroß- und -kleingeräte (u.a. Geschirrspüler) |
| Gründungsjahr | 1847 |
| Online-Shops für Siemens Geschirrspüler | www.amazon.de |
Die Gründung der Firma Siemens geht auf das Jahr 1847 zurück. Werner von Siemens (1816-1892) und Johann Georg Halske (1814-1890) gründeten im besagten Jahr am 12. Oktober das Unternehmen. Dabei war von Siemens der entscheidende Initiator, der auf den bereits erfolgreichen Unternehmer Halske zuging. Von Siemens hatte den Zeigertelegrafen erfunden. Die als Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske in Berlin begonnene Produktivität entwickelte sich zeitweilig geradezu kometenhaft und begründete den heutigen Weltkonzern Siemens AG mit Unternehmenssitzen in Berlin, München und Erlangen. Die Konzernzentrale befindet sich am Wittelsbacherplatz 2 in 80333 München. Geleitet wird die Aktiengesellschaft heute von Peter Löscher (Vorstandsvorsitzender) und Gerhard Cromme (Aufsichtsratsvorsitzender). Siemens hat sich inzwischen auf die Branchen Antriebs-, Elektro-, Kraftwerks- und Medizintechnik ausgebreitet und präsentiert sich auf der Website www.siemens.com.
In der BSH Gruppe, in der hauptsächlich Bosch und Siemens Haushaltsgeräte entwickeln, produzieren und vermarkten (zusätzlich sind noch einige andere Hersteller wie Constructa und Neff Teile der BSH Gruppe), freut man sich derzeit über den Erhalt des Utopia Award 2010 in der Kategorie „Produkte“. Die Ende Oktober 2010 verliehene Trophäe zeichnet das innovative Trocknungsverfahren der neuen Bosch und Siemens Geschirrspüler aus. Aus der Jury war zu hören, dass diese Innovation zu einem neuen Maßstab für Geschirrspüler wird und den Wettbewerb neu entfachen kann.
Was hat das nun mit dem Zeolith-Trocknungsverfahren auf sich? Genutzt werden dabei die Eigenschaften der in der Natur vorkommenden sogenannten Siedesteine (= Zeolith). Sie speichern Feuchtigkeit und geben während dieses Prozesses Wärme ab. Die BSH-Entwickler stellen die Zeolithe synthetisch her, um die gleichmäßige Wirksamkeit besser sicherstellen zu können.
Ungefähr einen Kilogramm dieser Steine wird in einem Behälter am Geräteboden gespeichert. Erst am Ende des Spülgangs treten sie in Aktion. Das Wasser wird aus dem Innenraum der Bosch und Siemens Geschirrspüler zum Zeolithe-Behälter geführt. Die Siedesteine speichern die Feuchtigkeit und geben dabei heiße und trockene Luft ab. Diese wird wiederum in den Innenraum der Spülmaschine geleitet und sorgt dort für einen schnellen Trocknungsvorgang, der sogar geeignet ist, die sonst übliche Restfeuchte auf Plastikgegenständen zu vertreiben.
Ein wenig kann man sich den Vorgang wie beim Kühlschrank vorstellen. Dort wird ja überschüssige Wärme im Kühlraum, etwa durch zimmerwarme Speisen, am Kühlmittel vorbeigeführt und entsprechend in der Temperatur gesenkt. Die deutlich kühlere Luft gelangt dann wieder in den Kühlraum. Statt Kälte und Wärme zu tauschen geht es bei den Siemens Geschirrspülern um den Austausch von hoher Feuchtigkeit durch trockene Heißluft. In diesem Sinne ist es natürlich logisch, dass sich der Behälter unterhalb des Innenraums befindet, da die Heißluft schon von allein nach oben drängt.
Die Vorteile in der Praxis liegen dementsprechend in deutlich verkürzten Trocknungszeiten. Der Programmablauf kann zeitlich reduziert werden und verbraucht damit weniger Strom. Vorteilhaft ist ferner, dass die Zeolithe wartungsfrei auf Dauer ihr Werk vollbringen.